Beruf oder Berufsausbildung? Was ist der versicherte Beruf?

Bei der Absicherung der Arbeitskraft entscheiden oft Details. Manchmal kann das wichtig sein...

Es ist nie einfach… Ich will einfach bestens abgesichert sein, aber in den Bedingungen stehen so viele unterschiedliche Begriffe… Was ist z.B. der versicherte Beruf bei Auszubildenden? Oft ist bei Auszubildenden nicht die Ausbildung, sondern der Beruf abgesichert. Ist das ein Unterschied? Und wenn ja, ist das schlimm?

Also, ein Unterschied ist es auf jeden Fall, denn es gibt viele Ausbildungen und mit manchen kann ich dann auch mehrere Berufe ergreifen. Welcher ist dann der versicherte Beruf? Im Einzelfall kann das egal sein, aber wenn mich jemand fragen würde, was grundsätzlich besser ist, wäre die richtige Antwort: Ein Auzubildender sollte seine Ausbildung versichern, nicht den Beruf, den er dann vielleicht machen kann.

Die Ausbildung sollte also der versicherte Beruf sein.

Sollte ich dann einen Tarif vorziehen, der das gut geregelt hat und was sollte mir das wert sein?

Auch nicht pauschal zu beantworten… Ich bin für gewöhnlich nur kurze Zeit in der Ausbildung, aber der Vertrag läuft vielleicht 40 Jahre. Glücklicherweise haben die meisten Versicherer, die die Definition der Ausbildung gut geregelt haben, auch die anderen Dinge gut geregelt. Deshalb wird es kaum Versicherer geben, die an dieser Stelle sauber regeln und an anderen wichtigen dann nicht.

Als Kunde, der Versicherungsschutz sucht, muss sich überlegen, wie weit die Tätigkeiten in der Ausbildung von denen im Beruf abweichen, und wie lange die Ausbildung noch dauert, wenn ich bewerten will, wie wichtig mir diese Klausel ist.

Als Vermittler kann ich bei Auszubildenden schon bei der engeren Auswahl auf eine gute Formulierung achten, damit die Diskussion erst gar nicht aufkommt.

Wer es genauer wissen will, darf mich gerne anrufen 😉

Written by Philip Wenzel

Philip Wenzel ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und betreut bei der freche versicherungsmakler GmbH & Co. KG die biometrischen Risiken. Mit über 150 Artikeln, mehreren Dossiers und seinem „Leitfaden für den Vertrieb von Berufsunfähigkeitsversicherungen“ hat er sich in der Branche den Ruf eines gewissenhaften Bedingungslesers, und auch –verstehers, erarbeitet. Als gelernter Historiker ist er immun gegen Langeweile, was wahrscheinlich der Grund ist dafür, dass er all die AVB und Urteile ohne Schaden lesen kann. In seinen Vorträgen referiert er stark aus der Praxis, bricht mit eingefahrenen Denkweisen und hilft, eine Brücke zum Kunden zu bauen. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Kemnath in der Oberpfalz.

Website: http://freche-versichert.de

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