Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Absicherung meines Einkommens

Lassen Sie sich von einem der größten Experten in Deutschland beraten

Philip Wenzel

Philip Wenzel ist ein deutschlandweit anerkannter Experte für die Berufsunfähigkeitsversicherung und ausgefallene Lösungen zur Einkommensabsicherung!

Schon seit längerem schätzt die Branche seine Artikel im VersicherungsJournal. In seinen Kommentaren zerlegt er die Bedingungen von Berufsunfähigkeitsversicherungen, Erwerbsunfähigkeitsversicherungen, Grundfähigkeitsversicherungen, Schwere-Krankheiten-Absicherungen, aber auch von Riskolebensversicherungen und Rentenversicherungen. Dabei analysiert er die Bedingungen gewissenhaft, verliert sich aber nicht in akademischen Streitfragen, sondern bespricht hauptsächlich das, was für den Kunden auch tatsächlich relevant ist.

Auf Pfefferminzia erklärt er aus Sicht eines Versicherungsmakler, wie Kollegen am besten beraten können. Aber auch in anderen Fachzeitschriften veröffentlicht Philip Wenzel immer wieder seine Beiträge, Interviews und Kommentare.

Sein Leitfaden für den Vertrieb von Berufsunfähigkeitsversicherungen war lange Zeit auf Platz 1 auf Amazon in der Kategorie Vertrieb und wurde bereits nach 8 Monaten in einer erweiterten Ausgabe neu aufgelegt.

Mittlerweile ist der BU-Experte aus Kemnath auch deutschlandweit mit Seminaren und Workshops unterwegs und hilft Versicherern bei der Produktentwicklung.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung ist es ein ganz komische Sache. Alle sind sich einig, dass jeder eine braucht. Obwohl die allermeisten davon ausgehen, dass der Versicherer im Leistungsfall eh nie zahlt. Eines von beiden muss also falsch sein… Aber die Wahrheit ist kompliziert. Beides stimmt auf eine Art und ist auf eine andere Art falsch. Aber der Reihe nach…

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine BUV ist eigentlich keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Sie ist besser. Sie leistet nach den Bedingungen, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen nur noch zur Hälfte meinen Job machen kann und zwar genau so, wie ich ihn gesund noch machen konnte. Es ist also eine Individuelle-Eingeschränkte-Berufliche-Tätigkeiten-Versicherung. Das klingt aber doof.

Aber mal ein Beispiel:

Ich arbeite als Fischverkäufer. 3 Stunden angle ich, 1 Stunde nehme ich den Fisch aus und 4 Stunden steh ich im Laden. Kann ich nicht mehr im Laden stehen, weil ich krank bin, bin ich BU.

Was ist der Prognosezeitraum?

Ganz so einfach ist es dann auch nicht. Ich muss für einen bestimmten Zeitraum berufsunfähig sein. Das ist der sogenannte Prognosezeitraum. Eigentlich muss ich dauerhaft berufsunfähig sein. Das ist der große Unterschied zur Arbeitunfähigkeit, die vorübergehend ist. Bei 95% aller Versicherungen am Markt tut der Versicherer bei einem Prognosezeitraum von 6 Monaten so, als wäre ich dauerhaft BU. Wenn also der Arzt sagt, ich kann für die nächsten 6 Monate nicht im Laden stehen, bin ich BU und bekomme Geld.

Das macht ein Arzt aber für gewöhnlich nicht. Er schreibt mich für einen Monat krank und dann muss ich wieder kommen. Und da ich nicht 6 Monate in die Zukunft krank bin, bekomme ich nie Geld. Das ist ungerecht.

Das haben auch die Versicherer eingesehen, weshalb es einen fingierten Prognosezeitraum gibt. Der ist so ziemlich das wichtigste in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn ich tatsächlich schon 6 Monate nicht arbeiten konnte, gilt der Prognosezeitraum als erfüllt. Aber Achtung! Nur der Prognosezeitraum ist erfüllt. Ich muss immer noch die 50%ige BU nachweisen.

Wie führe ich den Nachweis, dass ich berufsunfähig bin?

Es empfiehlt sich, bei komplizierteren Fällen, auf einen Experten zurückzugreifen. Hier wäre Stephan Kaiser oder leistbar24 zu nennen. Manchmal hilft es auch schon, wenn ein kundiger Versicherungmakler mich unterstützt. In Kemnath gäbe es solche 😉

Wer es tatsächlich alleine probieren möchte, sollte beachten, dass eine Krankschreibung kein ausreichender Nachweis ist. Ich muss dem Versicherer ja nicht beweisen, dass ich krank bin. Ich muss beweisen, dass ich krank bin UND das diese Krankheit mich bei meiner Arbeit zu mindestens 50% einschränkt.

In unserem stark vereinfachten Fall schränkt die Krankheit mich beim Verkaufen ein, aber nicht beim Angeln und Fischausnehmen. Das reicht für 50%, also ist alles gut.

In der Praxis ist es nicht ganz so einfach. Ich muss eine Tätigkeitsbeschreibung erstellen. Ich mach das gerne als Fließtext, andere machen eine Excel-Tabelle. Am Ende muss in beiden Fällen klar sein, was ich an einem durchschnittlichen Arbeitstag so mache. Wenn meine Arbeit so abwechslungsreich ist, dann nehm ich eben eine Durchschnittswoche. Und wenn ich saisonal arbeite, dann muss ich eben am gleichen Tag Schnee räumen und als Bademeister arbeiten.

Bleiben wir bei dem Fischverkäufer. Beim Angeln arbeitet er im Sitzen. Er braucht seine Arme und Hände, um die Angel zu halten. Die Schultern braucht er beim Auswerfen und ein wenig beim Einholen. Bei einem Tätigkeitsbericht versehe ich die einzelnen Tätigkeiten dannmit Zeitwerten und schreibe dann immer dahinter, dass er das aufgrund der Einschränkung nur noch zu so oder so viel Prozent ausüben kann.

Kann ich auch berufsunfähig sein, wenn ich die 50% nicht erreiche?

Ich muss nicht zwingend die Hälfte der Arbeitszeit nicht mehr arbeiten können. Es wäre auch möglich, dass wegen der Einschränkung ein sinnvolles Arbeitsergebnis nicht mehr möglich ist. Wenn ich die Angel nicht mehr auswerfen kann, bin ich vielleicht zu 1% BU. Ich könnte noch mit der Angel dasitzen, Fische ausnehmen und verkaufen. Aber ohne Köder im Wasser fange ich keine Fische. Und ohne Fische zu angeln, kann ich auch nix ausnehmen und nix verkaufen. Ich bin also zu 100% BU, weil ich ohne diese Schlüsseltätigkeit auch sonst nix machen kann.

Und wo verweigert die Berufsunfähigkeitsversicherung die Leistung?

Wenn ich die Krankheit und die Einschränkungen bei meinen alltäglichen Tätigkeiten im Beruf, dann kann nicht mehr viel schief gehen. Da gibt es eigentlich nur noch die Möglichkeit, dass ich eine Meldefrist verpasst habe. Alte Berufsunfähigkeitsversicherungen haben in den Bedingungen stehen, dass ich innerhalb von drei Jahren oder so meinen Antrag auf BU stellen muss, ansonsten verfallen die Ansprüche. Das hört sich erstmal nicht so schlimm an, aber gerade bei psychischen Erkrankungen kommt die Einsicht, dass man HIlfe braucht, manchmal recht spät. In neueren Verträge findet man nur sehr selten Meldefristen.

Viel häufiger sind Ablehnungen wegen der Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Was ist die Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht?

Ich bin verpflichtet, alles ehrlich anzugeben, wonach der Versicherer im Antrag fragt. Mach ich das nicht, hat der Versicherer je nach Schwere meines Verschuldens verschiedene Anpassungsmöglichkeiten. Genau beschrieben ist das hier. Grob gesagt, darf der Versicherer rückwirkend einen Ausschluss setzen, wenn ich nur ein bisschen was „vergessen“ habe. Wenn ich aber nicht angegeben habe, dass ich letzten Monat in der geschlossenen Abteilung einer Psychatrie war, dann ist das wohl Arglist und der Versicherer darf den Vertrag anfechten. Also, immer alles ganz genau und ehrlich beantworten.

Aber Gesundheitsfragen sind so ätzend…

…und der Versicherer fragt so viel nach… Stimmt auch, ist aber ok. Genau steht das hier. Der Versicherer darf nur ein einziges Mal prüfen, dann nie mehr. Deswegen sind die so streng und machen aus jeder Mücke einen Elefanten. Er muss bei einem 20-Jährigen abschätzen, ob der in den nächsten 47 Jahren BU werden könnte. Ist also nicht böse gemeint.

Änderungen muss ich nicht melden!

Selbstverständlich nicht. Wenn ich später krank werde, geht das den Versicherer nix an. Auch, wenn ich meinen Beruf wechsle. Sollte ich also vom Fischverkäufer zum Dachdecker umschulen, zahle ich weiter die gleichen Beiträge. Versichert ist immer meine ausgeübte Tätigkeit, egal, was im Vertrag steht. Ich kann aber nachmelden, wenn ich vom Fischverkäufer zum Dipl. Ing. Meeresbiologen umschule. Da könnte ich mir evtl. Beiträge sparen. Ach ja… Beiträge… Teuer ist die BUV ja schon.

Alternativen und Ausweichprodukte zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Vieles hat mit Verkauf zu tun, vieles mit Unwissenheit.

Das einzige Produkt, dass ernsthaft als Alternative bezeichnet werden kann, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung…

Was ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung?

Sie hat keinen geschlossenen Katalog an Leistungsauslösern, sondern leistet dann, wenn ich aus gesundheitlichen Gründen keine drei Stunden mehr am allgemeinen Arbeitsmarkt mehr arbeiten kann. Psychische Erkrankungen sind mitversichert. Genauers gibt es dazu hier.

Klar ist, dass ich bei dieser Absicherung eine möglicherweise notwendige Umschulung selbst finanzieren muss. Und es ist sicherlich auch deutlich schwieriger, am allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr arbeiten zu können als im eigenen Beruf. Aber dafür ist der Schutz auch günstiger. Kann in manchen Fällen eine gute Möglichkeit oder Ergänzung sein.

Was ist eine Grundfähigkeitsversicherung?

Eine Grundfähigkeitsversicherung hat einen geschlossenen Katalog an Auslösern. In den Bedingungen ist genau definiert, in welchem Umfang Sinne oder Fähigkeiten verloren gehen müssen. Da steht dann z.B., wenn ich keine 400m mehr laufen kann oder eine Glühbirne nicht mehr in die Fassung einschrauben kann. Genaueres zu dem Thema gibt es hier.

Diese Absicherung schützt nur zufällig mein Einkommen. Arbeite ich im Büro, kann ich oft ohne große Einschränkung weiter arbeiten, wenn ich eine Fähigkeit verloren habe. Bin ich Handwerker, verdiene ich schon lange nix mehr, bevor ich aus der GFV Geld bekomme.

In Einzelfällen muss ich aber mit der GFV eine Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen, da die BUV nicht bezahlbar ist. Der Vergleich muss dann ganz genau auf mich zugeschnitten erfolgen. Einen ausführlichen Vergleich gibt es hier.

Was ist eine Multi-Risk-Versicherung?

Die Multi-Risk-Versicherung oder auch Funktionelle Invalisitätsversicherung ist eine Unfallrentenversicherung, die durch Zusatzbausteine den Leistungsumfang erweitert. Normalerweise sind das der Verlust von Grundfähigkeiten und Sinnen, Organschäden, Pflegebedürftigkeit und Krebs. Genaueres dazu gibt es hier.

Die Absicherung ist sehr preisgünstig. Dafür sind die einzelnen Auslöser eben auch nur schwer zu erreichen.

Was ist eine Schwere-Krankheiten-Absicherung?

Die Dread-Disease-Versicherung sichert einzeln aufgeführte schwere Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall oder Multiple Sklerose ab. Dabei muss der in den Bedingungen verlangte Grad der Erkrankung erreicht werden, um Geld zu bekommen. Der Versicherer zahlt keine Rente aus, sondern einen Einmalbeitrag. Der Schutz ist im Wesen eher der Risikolebensversicherung ähnlich als der Berufsunfähigkeitsversicherung. Genaueres gibt es hier.

Unterm Strich lässt sich ohne eingehende Beratung nicht sagen, welches das beste Produkt für mich ist.

Vereinbaren Sie doch einfach einen Termin, wenn Sie es genauer wissen möchten.

 

 

 

 

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