INTER MeinLeben: Die Folgen der Langlebigkeit bedenken

Die INTER schafft mit ihrer Rentenversicherung ein flexibles und ehrliches Produkt zur Altersversorgung

Eine Versicherung schützt den Kunden vor den finanziellen Folgen eines Ereignisses. Die Rentenversicherung schützt mich vor den Folgen der Langlebigkeit. Die INTER MeinLeben versucht das möglichst ehrlich und transparent.

Der Vermittler hat dafür zu sorgen, dass die Versicherung  tatsächlich leistet. Unter welchen Voraussetzungen das passiert und welche Ausschlüsse es hierzu gibt, prüfe ich anhand der Bedingungen. Selbstverständlich kann ich auch auf diese Überprüfung verzichten und darauf spekulieren, dass das versicherte Ereignis nicht eintreten werde. Das ist allerdings ziemlich riskant und wird immer riskanter, je mehr Kunden ich habe, da ein Versicherungsfall, der mit der Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1000 eintritt, bei 1000 Kunden statistisch jedes Jahr eintritt.

Habe ich dann die Bedingungen nicht geprüft, muss ich den entstandenen Schaden ersetzen. Ich hafte dafür.

Langlebigkeit ist das wahrscheinlichste Risiko

Sprechen wir über die Rentenversicherung, so ist es sogar in jedem einzelnen Fall wahrscheinlicher, dass das versicherte Ereignis eintritt, als dass es das nicht tut. Und dennoch werden immer wieder Tarife verkauft, die für Vermittler zu einem Haftungsfall werden können. Mindestens aber werden sie zu unangenehmen Gesprächen führen.

Der Sinn einer Rentenversicherung besteht grundsätzlich darin, dass der Versicherer das im Vertrag angesparte Kapital in einem zu Vertragsbeginn festgeschriebenen Verhältnis in eine lebenslange Rente umwandelt. Die Berechnung dieses Verhältnisses ist die wesentliche Aufgabe des Versicherers. Es muss zum einen gewährleistet sein, dass das Unternehmen in der Lage ist, das Risiko vollumfänglich zu übernehmen. Der Kunde hat ja auch nichts davon, wenn der Versicherer eine riesige Rente verspricht, er aber diese schon nach einem Jahr nicht mehr zahlen kann.

Lebenslange Rentenzahlung ist die Aufgabe des Versicherers

Zum anderen muss die Rente auch so hoch sein, dass der Versicherer überhaupt ein biometrisches Risiko übernimmt. Sollte die monatliche Auszahlung also so gering sein, dass der Kunde weit älter als seine angenommene Lebenserwartung werden müsste, um seine eingezahlten Beiträge wieder raus zu bekommen, kann hiervon freilich nicht die Rede sein.

In 2017 gibt es kaum noch eine Handvoll an Versicherern, die bereit sind, das Risiko der Langlebigkeit voll zu übernehmen. In den Bedingungen finden sich immer wieder neue Einschränkungen. Überlese ich als Vermittler eine davon, dann kann es mir passieren, dass ich mit dem Kunden bei Renteneintritt ein unangenehmes Gespräch führen muss, in dem ich dann erklären darf, dass es vollkommen ok ist, dass der Versicherer nicht die Rente zahlt, die eigentlich mathematisch zu zahlen wäre.

Rentenfaktoren werden immer mehr aufgeweicht

Wie kann das passieren? Im Wesentlichen gibt es hier vier Möglichkeiten für die Versicherung, seine Leistungspflicht flexibel zu gestalten. Als erstes kann ich die Berechnung des sogenannten Rentenfaktors, der die Umrechnung vom Kapital in die Rente bestimmt, zu Ungunsten des Kunden gestalten. Der Rentenfaktor berechnet sich aus dem Höchstrechnungszins und der vom deutschen Aktuarsverein berechneten Lebenserwartung. Ist der Zins, der der Berechnung zugrunde liegt, niedriger, sinkt auch die Leistung. Und genauso sinkt die Leistung, wenn die Lebenserwartung um ein paar Prozent erhöht wird. In der Spitze gibt es Versicherer, die 50% auf die Lebenserwartung draufschlagen und den Höchstrechnungszins von 0,9% auf 0,1% senken.

Diese Anpassungsmöglichkeit ist für Vermittler sehr gefährlich, da in den Bedingungen häufig nur zu lesen ist, dass der Rentenfaktor zu 100% garantiert ist. Wie die Berechnung zustande kommt, lässt sich am einfachsten dem Produktinformationsblatt entnehmen. Das muss der Vermittler dann aber auch aufmerksam gelesen haben.

Rentenfaktor nur teilweise garantiert

Eine zweite Methode ist deutlich transparenter. Auf den normal berechneten Rentenfaktor wird ein Abschlag vorgenommen. Er wird nur zu beispielsweise 70% garantiert. Das lässt sich leicht den Bedingungen entnehmen. Wer nur das Produktinformationsblatt liest, könnte hier aber reinfallen. Denn die angegebenen Hochrechnungen sind in den allermeisten Fällen nicht mit dem garantierten, sondern mit dem heute gültigen Rentenfaktor berechnet. Hier also immer Augen auf!

Die dritte Methode ist wieder deutlich kniffliger zu entziffern. Häufig gilt nämlich der garantierte Faktor nur zum Rentenbeginn. Und das ist der Tag, der im Versicherungsschein steht. Bei jeder Abweichung von diesem Tag berechnet der Versicherer neu.

Die vierte Möglichkeit für den Versicherer, das Risiko der Langlebigkeit mehr auf den Kunden zu übertragen, besteht darin, den garantierten Rentenfaktor nicht auf das gesamte Vertragsguthaben zu beziehen. Dynamiken und Zuzahlungen werden neu berechnet mit dem zum Zeitpunkt der Zuzahlung gültigen Rentenfaktors. Im schlimmsten Fall gilt der Faktor nur auf die eingezahlten Beiträge. Alles Kapital aus Dynamiken und Kursgewinnen würde neu berechnet werden.

Und zu guter Letzt gibt es auch Versicherer, die für die Neuberechnung nicht den bei Renteneintritt gültigen Rentenfaktor benutzen, sondern sich in die Bedingungen schreiben, dass sie sich einen Rentenfaktor auswählen dürfen, der während der Vertragslaufzeit einmal gültig war.

Ich denke, es ist offensichtlich, dass jede dieser Möglichkeiten für den Vermittler zu unangenehmen Gesprächen führen kann. Und wenn der Kunde seine verlorene Rente wieder haben möchte, haftet der Vermittler für den entstandenen Schaden.

Die INTER MeinLeben ist eine ehrliche Lösung

Die INTER MeinLeben hat dieses Problem für den Vermittler und den Kunden sehr einfach gelöst. In den Bedingungen ist festgeschrieben, dass der höchste aus drei möglichen Rentenfaktoren gilt, nämlich 70% des garantierten Rentenfaktors auf das gesamte Kapital, 100% auf das Garantiekapital oder der dann gültige Rentenfaktor. Dadurch ist gewährleistet, dass der Versicherer mit der INTER MeinLeben nicht die Erfüllbarkeit seiner Leistung riskiert und der Kunde kann verlässlich seine lebenslangen Einnahmen planen.

Denn der Rentenfaktor ist in der INTER MeinLeben für jedes Jahr bis zum 85. Lebensjahr festgeschrieben. Und möchte der Kunde bis dahin noch in den Märkten investiert bleiben, hat er die Möglichkeit, einen individuellen Auszahlplan zu wählen, bis er sich dann mit 85 endgültig für die Rente entscheidet.

Unterm Strich ist der Inter mit ihrer neuen Rentenversicherung INTER MeinLeben eine sinnvolle Antwort auf die sogenannten neuen Garantien gelungen: eine neue Ehrlichkeit, die bei niedrigen Kosten Flexibilität für den Kunden bietet, ohne dabei die Erfüllbarkeit durch den Versicherer zu gefährden.

Written by Philip Wenzel

Philip Wenzel ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und betreut bei der freche versicherungsmakler GmbH & Co. KG die biometrischen Risiken. Mit über 200 Artikeln, mehreren Dossiers und seinem „Leitfaden für den Vertrieb von Berufsunfähigkeitsversicherungen“ hat er sich in der Branche den Ruf eines gewissenhaften Bedingungslesers, und auch –verstehers, erarbeitet. Als gelernter Historiker ist er immun gegen Langeweile, was wahrscheinlich der Grund ist dafür, dass er all die AVB und Urteile ohne Schaden lesen kann. In seinen Vorträgen referiert er stark aus der Praxis, bricht mit eingefahrenen Denkweisen und hilft, eine Brücke zum Kunden zu bauen. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Kemnath in der Oberpfalz.

Website: https://www.freche-versichert.de

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